11 · Chiusi · Identität zur Zeit Roms
Ein Name zwischen zwei Welten
Die Urne des Aulus Latinius
Ein lateinisch anmutender Name wurde in einer etruskischen Inschrift auf einer etruskischen Urne festgehalten.
Museumsdokumentation · öffentlich und kostenlos lesbar, ohne Registrierung.
Rekonstruktion · Als solche gekennzeichnete visuelle Hypothese
Mit KI nachgebildetes Porträt von Aulus Latinius. Die Kleidung stützt sich auf den historischen Kontext des Objekteintrags; Gesicht, dargestelltes Alter, Farbgebung und nicht überlieferte Einzelheiten sind interpretativ. Es handelt sich weder um eine authentische Fotografie noch um eine wissenschaftliche Gesichtsrekonstruktion.
Tracekeepers
Geschichte und Kontext
Der Deckel zeigt den Verstorbenen gelagert, und der Kasten bewahrt eine Inschrift, die ihn als Aulus Latinius identifiziert. Im 3. Jahrhundert v. Chr. zirkulierten Namen, Sprachen und Bestattungsformen in einem zunehmend von Rom beherrschten Italien.
Das Stück verhindert, die Vergangenheit in zwei reine Farben aufzuteilen. Ein lateinischer Name macht jemanden nicht automatisch zum Römer, und eine etruskische Inschrift beweist keinen Widerstand: Familien konnten Bürgerrecht, Sprache, Verwandtschaft und Erinnerung in sich überlagernder Weise aushandeln.
Das Metropolitan datiert die Urne ins 3. Jahrhundert v. Chr. und verbindet die Form ihrer frontalen Schlachtszene mit Werkstätten in Chiusi. Die gelagerte Figur auf dem Deckel und der eingeschriebene Name verbinden eine etruskische Bestattungsform mit einer Namengebung, die an einer sich ausbreitenden latinischen Welt teilhat.
Das Stück erlaubt, Integration anhand einer materiellen Biografie statt eines Flaggenwechsels zu erzählen: Inschriftensprache, Name, Kleidung, Werkstatt und Rechtsstatus konnten sich innerhalb derselben Familie in unterschiedlichem Tempo verändern.
Was wir wissen und was wir interpretieren
Dokumentierte Tatsache: Das Metropolitan Museum datiert die Urne ins 3. Jahrhundert v. Chr. und verzeichnet den Namen Aulus Latinius in ihrer Inschrift. Interpretation und Vorsicht: Ethnische Zugehörigkeit, Bürgerrecht und Alltagssprache des Verstorbenen lassen sich nicht aus einem einzigen Namen auf einem Bestattungsobjekt ableiten. Dokumentierte Ergänzung: Aschenurne aus mehrfarbig bemalter Terrakotta aus dem 3. Jahrhundert v. Chr., wahrscheinlich aus Chiusi, mit Inschrift für Aulus Latinius. Erweiterte Interpretation und Vorsicht: Der Name reicht nicht aus, um Ethnizität, Bürgerrecht oder politische Haltung festzulegen; „Romanisierung“ sollte beobachtbare Prozesse beschreiben, keine allumfassende Identität.
Mit KI nachgebildetes Porträt von Aulus Latinius. Die Kleidung stützt sich auf den historischen Kontext des Objekteintrags; Gesicht, dargestelltes Alter, Farbgebung und nicht überlieferte Einzelheiten sind interpretativ. Es handelt sich weder um eine authentische Fotografie noch um eine wissenschaftliche Gesichtsrekonstruktion.
Katalogdaten
- Erzählzeit
- 3. Jahrhundert v. Chr.
- Ort
- Wahrscheinlich Chiusi, Toskana
- Material
- Mehrfarbig bemalte Terrakotta
- Kontext
- Beschriftete Aschenurne aus der Zeit der römischen Expansion
- Kuratorische Einordnung
- Die dokumentierte Tatsache und ihre Deutung sind im Belegabschnitt getrennt dargestellt.
- Relief
- Nicht identifizierte Schlacht, wiederholt auf Urnen aus dem Umfeld von Werkstätten in Chiusi
- Abmessungen
- 66 cm hoch
- Herkunft
- Wahrscheinlich Chiusi
- Historischer Rahmen
- Römische Expansion mit Kontinuität lokaler Bestattungsbräuche
- Quellenabdeckung
- 2 Quellen aus Museen, Kulturerbe, Primärkorpora oder Forschung für diese Station.
Ein genauerer Blick
Lesezeit etwa 1 Min. · Abschnitte: 1. Vertiefender Lesetext und Quellen · kostenlos zugänglich. Dokumentierte redaktionelle Überprüfung: .
Ein wiederholtes Bild, eine einzigartige Identität
Das Metropolitan weist darauf hin, dass die auf dieser Urne dargestellte Schlacht weiterhin nicht identifiziert ist und ihre Komposition auf zahlreichen Urnen aus Chiusi vorkommt. Daher sollte sie nicht als Darstellung eines Feldzugs gelesen werden, an dem der Verstorbene teilnahm. Die Inschrift individualisiert ihn hingegen durch seinen Namen und den seiner Mutter Velsia. Die Kombination erlaubt, zwei Informationsebenen zu unterscheiden: ein von den Werkstätten geteiltes Bildrepertoire und eine persönliche Identifizierung, die dem Gefäß hinzugefügt wurde. Das Kriegsbild allein belegt keinen militärischen Beruf.
- Museum · The Metropolitan Museum of Art · Cinerary urn of Aulus LatiniusDokumentierter Abruf: .
Referenzbilder und Herkunft
Für diese Darstellung ist keine überprüfbare Ausgangsfotografie erhalten. Du kannst ihre Dokumentation einsehen, aber wir würden ihr Gesicht nicht als exakte Rekonstruktion darstellen.
Ergänzende visuelle Dokumentation
Eine zitierte Veröffentlichung belegt nicht, welches Bild für die Erstellung der Figur verwendet wurde.
Standort und Territorium
REGIONALER ANWENDUNGSBEREICH
Wahrscheinlich Chiusi, ToskanaEtrurien und Italien in der Entstehungszeit; die spätere römische Expansion war wesentlich größer. Die Markierung zeigt das ungefähre Zentrum des Gebiets, keine Grenze und keinen exakten Punkt.Wo es aufbewahrt wird
The Metropolitan Museum of Art
Objekt oder Ensemble des Eintrags · Ausgestellt
Aschenurne des Aulus Latinius; der Objekteintrag des Met dokumentiert ihre Galerie.
Die aufbewahrende Institution ist dokumentiert; die öffentliche Ausstellung kann sich ändern. Prüfe vor einem Besuch die offizielle Objektseite.
Quellen und Referenzen
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