02 · Caere · Architektur für Generationen
Die Stadt der Toten
Die Gräberstraßen der Banditaccia
Die Gräber der Banditaccia waren entlang von Straßen angeordnet, und viele ahmten Räume eines Hauses nach.
Museumsdokumentation · öffentlich und kostenlos lesbar, ohne Registrierung.
Dokumentarisches Original · Exakte Übereinstimmung
Dokumentarfotografie des Originals oder des genauen Fundortes.
Sailko · Necropoli della Banditaccia, Cerveteri · CC BY 3.0
Geschichte und Kontext
Die Banditaccia vereint Grabhügel und würfelförmige Gräber entlang von Wegen. Viele Kammern ahmen Häuser nach: Balken, Türen, Liegen und Räume wurden in Tuff gehauen, damit Familien mehrerer Generationen eine Architektur der Zugehörigkeit teilen konnten.
Sie ist kein wörtliches Modell von Caere, aber ein außergewöhnliches Archiv davon, wie seine Eliten Heim, Abstammung und Erinnerung dachten. Beim Gang durch ihre Straßen entdecken Besucher, dass Städtebau auch diejenigen ordnen konnte, die nicht mehr lebten.
Die Nekropole dehnte sich vom 9. bis zum 1. Jahrhundert v. Chr. aus und umfasst runde Grabhügel, ausgehauene Bestattungen und kubische Fassaden. Die Vielfalt ist nicht bloß dekorativ: Sie dokumentiert Veränderungen darin, wie Familiengruppen Grundstücke und Zugang zur Erinnerung markierten.
Die UNESCO betont, dass die Gräber den wichtigsten Beleg für etruskische Wohnarchitektur liefern. Geschnitzte Balken, Rahmen, Pfeiler und Möbel sind steinerne Übersetzungen verschwundener organischer Strukturen, die nur nützlich sind, wenn ihre Bestattungsfunktion berücksichtigt wird.
Was wir wissen und was wir interpretieren
Dokumentierte Tatsache: Die UNESCO beschreibt Tausende von Gräbern mit städtebaulichen Merkmalen und Kammern, die häusliche Innenräume nachbilden. Deutung und Vorbehalt: Die Nekropole zur exakten Rekonstruktion jedes Hauses der lebenden Stadt zu nutzen, erfordert Vorsicht, da auch Bestattungsarchitektur idealisiert. Dokumentierte Vertiefung: Die Banditaccia bewahrt ein Netz aus Wegen und Gräbern, das ungefähr vom 9. bis zum 1. Jahrhundert v. Chr. reicht, und gehört seit 2004 zur UNESCO-Welterbestätte. Erweiterte Deutung und Vorbehalt: Sie nicht als intakte Stadt bewohnter Häuser rekonstruieren und nicht alle Gräber als gleichzeitig darstellen.
Katalogdaten
- Erzählzeit
- 7.–2. Jahrhundert v. Chr.
- Ort
- Nekropole Banditaccia, Cerveteri, Latium
- Material
- Behauener Tuffstein, Erde, Stuck und Farbe
- Kontext
- Planmäßig angelegte Familiennekropole bei der Stadt Caere
- Kuratorische Einordnung
- Die dokumentierte Tatsache und ihre Deutung sind im Belegabschnitt getrennt dargestellt.
- Nutzungszeitraum
- 9.–1. Jahrhundert v. Chr.
- Welterbe
- 2004 gemeinsam mit Tarquinia eingetragen
- Soziale Einheit
- Viele Kammern wurden von Familiengruppen erneut genutzt
- Quellenabdeckung
- 2 Quellen aus Museen, Kulturerbe, Primärkorpora oder Forschung für diese Station.
Ein genauerer Blick
Lesezeit etwa 1 Min. · Abschnitte: 1. Vertiefender Lesetext und Quellen · kostenlos zugänglich. Dokumentierte redaktionelle Überprüfung: .
Die Gräberstraße entstand nicht auf einmal
Die offizielle archäologische Erläuterung unterscheidet die großen Grabhügel des 7. Jahrhunderts v. Chr. von den kleineren Gräbern und den in Reihen angeordneten würfelförmigen Bauten, die im 6. Jahrhundert häufiger werden. Dabei änderte sich nicht nur die Gestaltung einer Fassade: Der Wandel betraf auch die Verteilung der Gräber und die Wege durch den Friedhof. Die Betrachtung der Nekropole als Stadt erlaubt Fragen nach der Gruppierung und Sichtbarkeit der Familien. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie in einem Zug angelegt wurde oder den Grundriss der Siedlung der Lebenden genau wiedergibt.
- Kulturerbe · Parco archeologico di Cerveteri e Tarquinia · Necropoli della BanditacciaDokumentierter Abruf: .
Standort und Territorium
LOKALISIERTE FUNDSTÄTTE
Cerveteri · ItalienMarkierung der Nekropolen von Caere.Quellen und Referenzen
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